Festakt 2012

Mario Gienger • 1. November 2012

Festakt 2012

Gehaltvoller Festakt zum 100jährigen Jubiläum des TSV Kleinvillars: Sportliches Aushängeschild der Fauststadt

Mit einem gehaltvollen Festakt im voll besetzten Festsaal des Steinhauses in Knittlingen feierte der Turn- und Sportverein Kleinvillars am Montagabend den offiziellen Teil seines 100jährigen Vereinsjubiläums. Mit-Vorsitzender Marco Glöckler stellte bei seiner Begrüßung der Gäste fest, dass die Feier auf den Tag genau „stolze 100 Jahre“ nach der Vereinsgründung stattfinde. Für ihn sei es „kaum fassbar“, dass eine Dorfgemeinschaft mit nicht einmal 500 Einwohnern einen „derart stabilen Verein mit 160 Mitgliedern über eine so lange Zeit in seinen Mauern haben kann“. Grundlagen für den erfolgreichen TSV Kleinvillars seien stets „die Gemeinschaft und die Kameradschaft“ und natürlich auch immer genügend ehrenamtliche Helfer und Freunde, „die jedes Jahr ihre Unterstützung anbieten“. Ohne diese wären der Verein und auch das Jubiläumsjahr mit seinen Veranstaltungen (wir haben jeweils darüber berichtet) nicht denkbar. Stolz sei der Verein auch auf seine Jugendarbeit, „die Kinder an unserem Vereinsleben teilnehmen zu lassen und diesen auch eine Alternative zu den „Social Networks“ zu bieten“. Marco Glöckler bedankte sich deshalb bei allen Mitgliedern, Helfern, Freunden und Sponsoren für deren tatkräftige Unterstützung. Roland Suedes erinnerte in seinem überaus kurzweiligen und mit historischen Fotos untermalten Vortrag an die bewegte Vereinsgeschichte und die großen sportlichen Erfolge des einzigen Kleinvillarser Vereins. Gleichzeitig überbrachte er auch die Grüße und Glückwünsche der Evangelischen Kirchengemeinde und bedankte sich für die stets gute Zusammenarbeit.



Die Glückwünsche des Enzkreises verband Enzkreis-Landrat Karl Röckinger mit der Überreichung eines Kuverts, „zumal außergewöhnliche Jubiläen auch außerordentliche Ausgaben mit sich bringen“. Er wünsche dem TSV auch in Zukunft „eine hohe Treffsicherheit und eine gute Schlagkraft, bleiben Sie einfach tapfer am Ball“. „Denn wenn sich in Kleinvillars vier Leute treffen“, so Röckinger, „spielt statistisch gesehen mindestens einer davon Faustball“. Deshalb sei die Behauptung „Faustball bewegt Kleinvillars“ fast noch untertrieben. Doch diese Sportart habe das Dorf mit seinen rund 500 Einwohnern sogar überregional bekannt gemacht. Der Verein präsentierte sich dank des großen Engagements seiner Mitglieder nach wie vor leistungsstark und lebendig und biete den Menschen, die hier leben, einen hohen und vor allem auch sinnvollen Freizeitwert.  



Bürgermeister Heinz-Peter Hopp, der im Namen der Stadt Knittlingen mit einer „größeren Jubiläumsgabe“ gratulierte, stellte in seinem Grußwort fest, dass der TSV Kleinvillars seit 1912 „in unserer Fauststadt fest verwurzelt und für viele seiner Mitglieder zu einer zweiten Familie geworden ist“. Dass die Stadt Knittlingen schon seit vielen Jahrzehnten zu den Faustball-Hochburgen im deutschen Südwesten zähle, verdanke man insbesondere auch dem TSV Kleinvillars, der als reiner Faustball-Club weit über die Region hinaus Akzente setze. Hopp lobte ebenso die zahlreichen sportlichen Erfolge der Faustballer wie auch den Einsatz des Vereins bei vielen geselligen Veranstaltungen. Mit seiner hervorragenden Jugendarbeit habe der TSV Kleinvillars auch die grundlegenden Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft geschaffen.  



Eine Reihe von Gastgeschenken unter anderem vom Deutschen und vom Schwäbischen Turnerbund hatte auch Gunter Bretschneider, der Vorsitzende des Turngaues Neckar-Enz im Handgepäck. Der bei der Gründung vor 100 Jahren zugrunde liegende Leitgedanke „Turnen und Sport dient dem Körper, fördert die Gesundheit, formt den Charakter und bringt Freude im Kreis gleichgesinnter Kameraden“ gelte für den TSV Kleinvillars auch heute noch. Als wohl Dienst ältester Funktionär erinnere er sich gerne an seine ersten Besuche in den 50er bis 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts, „bei denen die Faustballspieler aus Kleinvillars auf dem Spielfeld gefürchtete Gegner waren“. 

Umrahmt wurden Grußworte und Chronik von Jürgen Braun auf seinem Keyboard sowie der Knittlinger Schauspielgruppe „Laterna Mystica“, die in zwei mit viel Beifall bedachten Auftritten historische Begebenheiten beim TSV Kleinvillars in Wort und Bild in gelungener Weise aufleben ließen und dennoch keine Antwort darauf fanden, warum das zehnjährige Vereinsjubiläum bereits im Jahre 1921 gefeiert wurde.
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03. - 05.06 Drei Tage voller Faustball, Teamgeist und Spaß Hier ist der komplette Bericht in überarbeiteter Form: 03.-05.06.26 | Drei Tage voller Faustball, Teamgeist und Spaß Drei abwechslungsreiche Tage voller Faustball, Teamgeist und gemeinsamer Erlebnisse liegen hinter den Nachwuchsspielerinnen und Nachwuchsspielern des TSV Kleinvillars. Insgesamt 24 Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 15 Jahren nahmen am diesjährigen Trainingslager teil. Unterstützt wurden sie von einem zehnköpfigen Organisationsteam aus Eltern, Trainern und Betreuern, das während der gesamten Veranstaltung für einen reibungslosen Ablauf sorgte. Am Mittwoch bezogen die Kinder und Jugendlichen zunächst ihre Schlafplätze in der Festhalle des TSV Kleinvillars. Anschließend stand die erste Trainingseinheit auf dem Programm, bevor der Abend bei Maultaschen mit Kartoffelsalat ausklang. Ein besonderes Highlight war die Nachtwanderung mit Schnitzeljagd und verschiedenen Rätseln durch Kleinvillars. Die Organisation dieses Programmpunkts hatte ein engagiertes Elternteam übernommen und sorgte damit für einen gelungenen Abschluss des ersten Tages. Der Donnerstag stand ganz im Zeichen des traditionellen Fronleichnamsturniers in Waibstadt. Der TSV Kleinvillars stellte dabei mit insgesamt sechs Mannschaften bereits zum dritten Mal in Folge die größte Vereinsdelegation des Turniers. Neben vielen wertvollen Spielerfahrungen und zahlreichen Spielminuten konnte auch ein sportlicher Erfolg gefeiert werden: Die U14-Mädchen sicherten sich den Turniersieg. Nach der Rückkehr nach Kleinvillars wartete bereits das gemeinsame Abendessen, bevor ein Filmabend inklusive Popcornmaschine für beste Stimmung sorgte. Am Freitag startete das Trainingslager mit dem gemeinsamen Frühstück. Anschließend stand ein großer Faustball-, Technik- und Athletikwettkampf auf dem Programm. An verschiedenen Stationen wurden athletische Fähigkeiten wie Koordination, Schnelligkeit und Geschicklichkeit geprüft. Gleichzeitig mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Können in den grundlegenden Faustballtechniken Zuspiel, Annahme und Schlag unter Beweis stellen. Nach dem Mittagessen und dem Aufräumen der Schlafplätze folgte eine weitere Trainingseinheit, bevor das große Abschlussevent begann. Zum Abschluss des Trainingslagers wurde ein Eltern-Kind-Turnier ausgetragen. Neben klassischen Eltern-Kind-Teams waren auch Geschwisterteams mit aktiven Jugendspielern zugelassen. Um faire Bedingungen gegenüber den nicht aktiven Eltern-Kind-Mannschaften zu schaffen, mussten diese Teams mit verschiedenen Handicaps antreten. So durfte beispielsweise nur mit dem linken Arm gespielt werden oder andere zusätzliche Erschwernisse kamen zum Einsatz. Mit 24 Teams und insgesamt 48 Spielerinnen und Spielern entwickelte sich das Turnier zu einer beeindruckenden Veranstaltung. Auf sechs Spielfeldern gleichzeitig wurden zahlreiche spannende und unterhaltsame Begegnungen ausgetragen. Die Top 5 des Eltern-Kind-Turniers: Blondschaden Philipp & Andre Greek Freaks Boss and Boss Baby Glöcklers Bube Beim anschließenden Grillfest ließen Spieler, Eltern, Trainer und Betreuer die drei Tage gemeinsam ausklingen. Ein besonderer Dank gilt allen Eltern, Trainern und Betreuern, die das Trainingslager begleitet und unterstützt haben. Vielen Dank auch für die zahlreichen Essensspenden zum Grillfest, die für ein tolles gemeinsames Abschlussfest sorgten. Das zehnköpfige Organisationsteam aus Eltern, Trainern und Betreuern ist mittlerweile hervorragend eingespielt und übernahm gemeinsam die Betreuung der 24 Kinder und Jugendlichen. Viele Helfer übernachteten dabei ebenfalls in der Festhalle und standen rund um die Uhr als Ansprechpartner zur Verfügung. Ohne dieses außergewöhnliche Engagement wäre ein Trainingslager in dieser Größenordnung nicht möglich. Das Trainingslager hat einmal mehr gezeigt, was den TSV Kleinvillars auszeichnet: sportlicher Ehrgeiz, gelebte Gemeinschaft und ein starkes Miteinander über alle Altersgruppen hinweg.
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